KunstKulturKirche

Hier finden Sie den Sie den aktuellen Flyer für den Zeitraum Oktober 2018 bis März 2019 KunstKulturKirche.

Rendez-vous nach Ladenschluss

Neu in Deutschland“ „Rendezvous nach Ladenschluss“ am Dienstag, 20.11. mit dem Theater Rottstr. 5 aus Bochum

Am 20.11. um 18.30 Uhr lädt der Förderverein Kultur und Ev. Kirche in Dinslaken zum nächsten „Rendezvous nach Ladenschluss“ in die Ev. Stadtkirche in Dinslaken ein. Diesmal präsentiert das Bochumer Theater Rottstr. 5 verschiedene Texte geflüchteter Frauen und Männer. In den ernsten und heiteren Beiträgen geht es nicht um die Erfahrungen dieser Menschen auf der Flucht. Vielmehr liefern sie neue Perspektiven auf unser Land und unsere Gesellschaft und stärken ein Zusammenleben, das auf die Werte Freiheit, Mündigkeit und Verantwortung setzt. Das Motto lautet: „Unserer zweiten Mutter Deutschland haben wir viel zu verdanken, aber auch viel zu geben“. Die Texte sind ursprünglich in der Zeitschrift „Neu in Deutschland“ veröffentlicht und wurden mit dem Deutschen Lesepreis 2016 ausgezeichnet. Die Texte werden vorgetragen vom Rottstr. 5 Theater aus Bochum zusammen mit dem „Neu in Deutschland“ Journalist Issam Alajm aus Syrien.

Die musikalische Gestaltung haben Christoph Iacono (Klavier und Gesang) und der Lautpoet Mitch Heinrich übernommen. Ihr musikalischer Beitrag „Kalte Hände“ wurde im Rahmen des Festivals „Deutschland Shorts“ urauf

geführt. Das Festival bestand aus zehn kurzen Dramen („Shorts“) aus allen darstellerischen Disziplinen, die sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema „Deutschland“ auseinandersetzten.

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um Spenden gebeten.

Weitere Informationen: http://nid-zeitung.de/  und http://c-iacono.com

Foto: Copyright Stuka

 

 

 

 

Arbeiten im Alter – Tendenz stark steigend

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt lädt zu einer Vortragsveranstaltung am 20. November 2018 nach Hiesfeld ein

Das Durchschnittsalter der Belegschaften steigt seit Jahren demografiebedingt stetig an. Immer mehr Menschen arbeiten nach ihrer Pensionierung weiter. Die Motive dafür sind sehr unterschiedlich. Die Rente reicht nicht und ältere Menschen versuchen über einen Job ihre Altersarmut zu mildern. Andere suchen über die Beschäftigungsverhältnisse einen Weg zur Teilhabe am sozialen Leben. Besonders hochqualifizierte Senioren werden vielfach gern von Unternehmen weiterbeschäftigt. Die Politik diskutiert und erwägt eine Lebensarbeitszeit über 67 Jahre hinaus.

Doch es stellt sich die Frage, sind unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt darauf eingestellt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis ins hohe Alter arbeiten sollen, müssen, wollen? Oder steuern wir mit dieser Entwicklung auf eine weitere Form der Zweiklassengesellschaft zu? Und: ist in der digitalen Welt von Morgen noch Raum für Ältere? Entsteht ein weiterer Generationenkonflikt? Ganz besonders ist die Situation von Frauen in den Blick zu nehmen.

Diplom Psychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin Inga Mühlenbrock vom Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) wird am 20. November um 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Hiesfeld, Kirchstraße 7 zu diesen Fragen referieren und mit den Teilnehmern diskutieren.

Veranstalter des Abends sind der Kirchenkreis Dinslaken und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA), die sich kontinuierlich mit aktuellen Fragen zum Thema Arbeit beschäftigen. Die menschengerechte Gestaltung von Arbeitssystemen und die Arbeitsethik stehen dabei stets im Vordergrund. Denn die Notwendigkeit, Arbeit menschengerecht und damit alternsgerecht zu gestalten, erfordert angesichts des demografischen Wandels seit Langem besondere Aufmerksamkeit für die betroffenen Arbeitnehmer.

Auch Superintendent Friedhelm Waldhausen weiß aus seiner langjährigen Tätigkeit als Seelsorger: „Die Fragen rund um ‚Arbeit im Alter‘ bewegen die Menschen: Wenn Arbeit mein Leben bisher entscheidend geregelt und bestimmt hat, wie regele ich mein Leben im Alter? Bin ich ohne Arbeit jetzt als Rentnerin/ Pensionär weniger wert? Gibt es altersgerechte Anpassung des Arbeitsplatzes und altersgemäße Arbeitsanforderungen? Wie können Erfahrungswissen und Innovatives sinnvoll und gut zusammengeführt werden? – Mit dieser Veranstaltung greift der KDA ein hochbrisantes sozialethisches Thema auf."

Für den Infokasten: Was ist der KDA?

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) ist Kirche, wo man Kirche nicht vermutet. Er ist da, wo gearbeitet wird und wo Menschen Arbeit suchen. Er fragt nach, hört zu, bringt sich ein.

Seit nunmehr 25 Jahren ist der KDA in der von Schwerindustrie, Strukturwandel, aber auch landwirtschaftlich geprägten Region Duisburg-Niederrhein aktiv. Getragen von fünf Kirchenkreisen (Dinslaken, Duisburg, Kleve, Moers, Wesel), hält der KDA Kontakte zu Unternehmen und Organisationen, zu Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Der KDA unterstützt Arbeitnehmer in schwierigen Situationen – ob beim Kampf um die Zechen oder in Rheinhausen oder bei Siemens BenQ. Mit Politischen Andachten und Gottesdiensten am Ort der Arbeit zeigt der KDA sein geistliches Profil. Mit Seminaren und Podiumsdiskussionen z.B. zum Sonntagsschutz oder Mindestlohn mischt sich der KDA ein. Mit der seelsorglichen Begleitung von Auszubildenden in ihren Betrieben leistet der KDA einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung.

Die Arbeit richtet sich auf tagespolitische Themen genauso wie auf das langfristige Ziel eines nachhaltigen Wirtschaftens, das heißt sozial und umweltgerecht. Mit klarem sozialethischen Profil baut der KDA die Brücke zwischen Kirche und den Organisationen und Institutionen der Arbeitswelt.